Ans Schwarze Meer und über den Bosporus
Nach der östlichen Grenze der Türkei, mit der Sicht auf Armenien, jenseits der Schlucht, beginnt für uns der lange Heimweg.
Wir wollen zuerst nicht gleich an die Schwarzmeerküste sondern avisieren Sinop als erstes Ziel an der Küste.
Die Städte wie Erzurum lassen wir rasch hinter uns, freuen uns an der spektakulären Landschaft und campieren am Fluss. Mara hat freien Auslauf und in der Ferne brennen viele Lichter einer Solaranlage, vielleicht damit diese auch in der Nacht Strom generiert.


Wir erreichen immer wieder Höhen mit Schnee und nach einem erfolglosem Versuch mit Mara in diesem Laufen zu gehen; die Jandarma hat uns nach Überprüfung unserer Papiere klargemacht, dass es hier viel zu gefährlich sei sich ausserhalb des Fahrzeuges auf zu halten, haben wir dann doch noch eine unbehelligte Ecke gefunden um mit Mara den Schnee zu geniessen. Dabei haben wir wohl das Durchgangsrecht einer Wildschweinrotte in Frage gestellt, kaum waren wir wieder im Auto nahmen sie es wieder in Besitz.


Etwas vor Sivas, südlich von Imrandli suchten wir in spektakulärer Landschaft nach einem Übernachtungsplatz, die Wetterprognosen sprachen von Sturm, die Spuren auf der schon lange nicht mehr befahrenen Strasse von Bären und der zu erwartende Niederschlag sprach gegen ein Verbleib im engen Tal.
Nun, es wurde eine dieser intensiven Nächte mit Sturm, Regen und Umparkieren, nur der Bär blieb dabei lieber in der Höhle.


Weiter auf dem Weg gegen Sinop und das Schwarze Meer besuchen wir noch einen der vielen Karavanseraj in Pazar, heute ein Restaurant nur waren wir für die Saisoneröffnung einen Tag zu früh da.


Danach in einem warmen Sturm erreichen wir die Stadt Amasja, mit den spätosmanischen Häusern am Fluss, eine der wenigen städtebaulichen Perlen, die wir in der Türkei bis jetzt gefunden haben.


Nun geht es wirklich ans Meer, das Schwarze. Zuerst tauchen wir in Nebel ein um nur kurz über Meereshöhe wieder einigermassen klare Sicht zu erhalten. Sinop, von vielen Touristen besucht, zeigt sich zaghaft freundlich, der Charme aber bleibt noch etwas unter der Wolkenschicht und aber auch untener dem typischen türkischen unsorgfältig Umgang mit der Bausubstanz verborgen.


Auch die folgende Küste zeigt sich mehrheitlich im oder knapp unter dem Nebel, und die Küstenorte können auch Sinop nicht toppen, leider ganz im Gegenteil.



Somit überqueren wir das Küstengebirge und besuchen mit perfektem Timing während des Zuckerfestes eine weitere Perle von erhaltenen Städten, Safranbolu, türkischen und griechischen Ursprungs und vor allem, erhalten!








Danach reizt uns das Schwarze Meer doch noch und wir machen einen zweiten Versuch.
Das Wetter hat sich noch nicht gebessert, aber wir finden nach intensiver Suche ein kleines Restaurant am Meer mit Fisch und auf Anfrage mit Übernachtungsmöglichkeit daneben.


Nun sind wir wieder zurück am Bosporus angekommen, das Wetter ist weiterhin sehr verhalten, zum Abschluss in der Türkei geniessen wir aber noch einen sonnigen Nachmittag in Edirne, der quirligen Stadt an der Grenze zu Griechenland und Bulgarien.


