Mardin bis Ani

Der Weg der türkischen Ostgrenze entlang muss zuerst geplant werden.

Wir können es nicht lassen auf dem Weg gegen Osten den Umweg über Diyarbakir zu machen. Dieser zwar belastete aber irgendwie auch magische Namen wollen wir uns nicht entgehen lassen. Zuvor aber besuchen wir noch die kleine römische Festung, die in jüngerer Zeit auch noch als Dorf benutzt wurde.

Die Stadt Diyarbakir wurde bei den Kämpfen zwischen den Kurden und den Regierungstruppen stark beschädigt und danach wurden ganze Quartiere geschleift. Unser kurzer Spaziergang beschränkt sich auf die lange Stadtmauer.

Die Weiterreise gegen Osten wird durch die Aussicht auf die frisch verschneiten Berge bestimmt. Wir kommen immer höher und der Schnee immer tiefer und so dauert die Fahrt nicht lange und wir sind im Schnee. Natürlich, Mara freut sich darüber riesig.

Am Vansee angekommen campieren wir direkt am Wasser und die Stimmung zwischen dem verschneiten Bergen fühlt sich an wie in den Winterferien. Das ist der Moment für das Fondue.

Weiter geht es dem Westufer entlang, immer den 4434 m hohen Süphan Dagi im Blick nach Ahlat. Der berühmte Friedhof von Alath, ein Grabsteinfeld von riesigem Ausmass aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.

Im Vansee, der nicht gerade eine lebensfreundliche Beimischung von Soda im Wasser hat, gedeiht eine Karpfenart bestens und wird auch befischt. Selber gefangen haben wir die natürlich nicht.

Wir verlassen an der Nordspitze den Vansee und fahren nun der iranischen Grenze entlang. Der kleine Grenzverkehr zwischen der Türkei und Iran belebt hier die Märkte. Über den immerhin 2644 m hohen Tendürekpass fahren wir unserem Tagesziel Dogubayazit entgegen, da steht er plötzlich vor uns, der Ararat.

In Dogubayazit kommen wir in einem super geführten Innenhof unter und bleiben da zwei Tage. Dabei können wir auch noch die kleine Wanderung zum grossen Palast machen, Neuschwanstein für Türken.

Danach umfahren wir den Ararat, der sich aber dabei mehrheitlich in Wolken hüllt, auf der Westseite und folgen der armenischen Grenze nach Ani. Ani eine ehemals christliche Stadt, dann seldschukisch, heute eine kleine ärmliche Siedlung neben der verlassenen Stadt. Eine sehr spezielle Stimmung entsteht in diesen Überresten einer Stadt, direkt an der armenischen Grenze.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten